Zweckoptimismus

Geschrieben am 27.02.2010

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise geht nun tatsächlich auch an mir nicht spurlos vorüber. Nein, ich bin weder Aktienbesitzer der Hypo Real Estate (wobei, eigentlich ja doch), noch habe Ich mit den Gebrüdern Lehman zu tun.

Mich trifft die Bankenkrise auf eine eher unerwartete Weise: Mein amerikanisches Gastunternehmen hat in Folge der Finanzkrise mehrere große Kunden und dadurch scheinbar auch eine Menge Geld verloren. Deshalb wurde mir folgendes Angebot unterbreitet:

“If he can come for $500 a month for the 1st 3 months & then we could pay him the amount agreed to plus partial reimbursement of his travel expenses then we could move forward.”

Von 500$ im Monat werde ich jedoch nicht einmal meine Miete bezahlen können. Aus diesem Grund habe Ich mich mit Praktika.de darauf verständigt, das Praktikum um weitere drei Monate zu verschieben, damit ich zwischenzeitlich noch ein finanzielles Polster aufbauen kann um diese Lücke zu überbrücken. So ist der neue Termin für den Beginn meines “Internship” nun der 1.6., was bedeutet, dass Ich noch bis Ende Mai in Deutschland weilen werde.

Neben der Tatsache, dass dies nun schon wieder eine Verzögerung bedeutet, ärgert mich vor allem die Art und Weise, wie dieser Umstand kommuniziert wurde. Ich hatte NSI kurz vor Weihnachten und dann unmittelbar im neuen Jahr mehrere eMails geschrieben, jedoch keinerlei Antwort erhalten. Erst als Ich das zweite Mal bei der Visa-Agentur, welche sich mit Praktika.de ein Büro in Leipzig teilt, nachgefragt hatte, bekam ich schließlich die unerfreuliche Nachricht mitgeteilt – und das mitten in einer Woche, welche mit dem Abgabetermin für meine Magisterarbeit und dem Semperopernball bereits stressig genug war. In diesem Zusammenhang sei nochmals erwähnt, dass Ich eigentlich bereits einen unterschriebenen Vertrag mit genauem Datum des Praktikumsbeginns und der Höhe der Bezahlung in Händen halte. Dass sich ein amerikanisches Unternehmen, trotz einem Rechtssystem, das vorrangig auf zwischenparteilichen Einigung mittels Verträgen beruht, und horrenden Schadensersatzsummen, nicht an diesen gebunden fühlt, erscheint dann schon ein wenig merkwürdig.

Aber alles wird gut. Ich glaube daran. Ganz fest. Es muss.

Bernd goes to Hollywood

Geschrieben am 18.11.2009

Genauer gesagt nach Brentwood. Gestern kam die eMail mit dem von Sasa von NSI unterschriebenen Vertrag zurück und ich habe eben diesen soeben unterschrieben und an meine Vermittlungsagentur zurückgefaxt. Weiterlesen…

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Geschrieben am 30.10.2009

Gerade eben habe ich ein 20minütiges Telefoninterview mit einem weiteren Unternehmen in den USA geführt. Diesmal ist die Firma etwas größer und hat ihren Sitz in der Nähe von Los Angeles, Kalifornien. NSI, nicht zu verwechseln mit der Registry bzw. dem Registrar der ersten Stunde (heute VeriSign), ist scheinbar so etwas wie ein Fullservice Provider, sprich sie kümmern sich um die komplette Soft- und Hardware-Ausstattung ihrer Kunden. Meinem Gesprächspartner, Herr Sasa Milivojevic, zufolge würde ich also sehr abwechslungsreichen Aufgaben nachgehen. Unter anderem ist wohl angedacht, eine “Application Development” Abteilung zu gründen, in der ich wohl vorrangig tätig wäre. Na mal schauen, ob es diesmal klapt.